Eckdaten

LUISENTEMPEL, Berlin

Modell des Schinkelbauwerks

Maßstab: 1:33,3

Maße: B x T x H: 27,6 x 25,2 x 25,2 cm, 4,3 kg

Material: Acrylglas schwarz matt, gefräst

Entstehungsjahr: 2010

Fertigungsumfang: 100h

PALMENHAUS, Pfaueninsel Berlin

Rekonstruktion des vormaligen Bauwerks von Schinkel/Schadow auf der Pfaueninsel Berlin

in Zusammenarbeit mit Sylvia Engmann von der Wachszieherei Fürst, München

Maßstab: 1:33,3

Maße: B x T x H 104 x 36 x 60 cm

Material: Wachs, weiß transluzent, gegossen

Entstehungsjahr: 2010

Fertigungsumfang: 160h (ohne Wachsarbeiten)

Auftraggeber: Michael Lukas, München, Kurator der Ausstellung „Luise. Die Inselwelt der Königin“ für den Inszenierungsteil „Mobile Monumente“ auf der Pfaueninsel, Berlin, 1. Mai 2010 bis 31. Oktober 2010. Doppelauftrag.

Bearbeiter: Peter Götz, Gerhard Wandinger

Gedenkjahr

Anlässlich des 200. Todesjahrs der Königin (1776-1810) veranstaltete die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg an historischen Wohn- und Wirkungsstätten Ausstellungen zu Luise, darunter die vom Münchner Künstler Michael Lukas kuratierte auf der Pfaueninsel „Luise. Inselwelt der Königin“.

Ausstellung

In einer Kombination von eingestreuten Positionen der Gegenwartskunst mit thematischem Bezug zum Garten, über die Insel verteilten Hörstationen zu Luise und museumsdidaktischen Installationen in wichtigen Parkarchitekturen versuchte der Künstler die Vielschichtigkeit der Kunst-, Traum- und Sehnsuchtswelt der Pfaueninsel gegenwärtig und erlebbar zu machen.

„Mobile Monumente“

Im Kavalierhaus – selbst ein Bauwerk mit Spoliencharakter – wurde unter dem Schlagwort „Mobile Monumente“ an die vielen translozierten Architekturen auf der Insel erinnert.

Die in einem Trolley der Lufthansa pointiert präsentierte Installation erinnert an den Luisentempel, der von Charlottenburg auf die Pfaueninsel verlagert wurde, und an das bei einem Brand verloren gegangene Orangeriegebäude, in dessen Innerem eine indische Pagode eingebaut war.

Die Modelle

Beim Bau der beiden Objekte entschied man sich zu einem kontraststarken komplementären Paar, einem ungewöhnlichen, aber wirkungsvollen Auftritt der Architekturen mit evokatorischem Charakter.

Hinter der unterschiedlichen Erscheinung verbergen sich unterschiedliche Materialien und Herstellungsverfahren.

Beim Luisentempel, gefertigt aus schwarzem Acrylglas, handelt es sich um eine ganz in unserer Werkstatt ausgeführte Arbeit. Das verwendete Plattenmaterial wird durch Sägen und Fräsen in Form gebracht. Beim Palmenhaus, gefertigt aus weißem transluzenten Wachs, haben wir die notwendigen Urmodellteile gefertigt und davon Silikonformen hergestellt. In der Wachszieherei werden dann die Module in notwendiger Anzahl in Wachs gegossen und auf einer von uns gelieferten durchsichtigen Tragkonstruktion montiert. Weil die einzelnen Elemente an den Längsseiten angeschrägt sind, läßt sich der Stoß mit dem Nachbarelement als Überschiebung und damit kaum sichtbar organisieren.

vgl.

Luise. Die Inselwelt der Königin, Kurzführer anlässlich der Ausstellung, Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Berlin 2010

s.a.

www.spsg.de/luise2010

www.michael-lukas.com

 

 

Bildnachweis:
Foto 3: Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
alle anderen Fotos: sehen + verstehen, München
 

 

 
LUISE. Die Inselwelt der Königin / Berlin
Künstlerische Modellinstallation